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#7 Was ist und wie funktioniert ein Gehirn eigentlich? Wir tauchen ein in die faszinierende Welt der Hirnprozesse

woraus besteht unser Gehirn und wie funktioniert es?

Unser Gehirn und das unseres Hundes funktioniert sehr √§hnlich, weshalb diese Folge eher ALLGMEINES rund um das Thema Gehirn kl√§rt. Und auch eine Sache, n√§mlich: wer schlauer ist, ūüź∂ oder¬†ūüźĪ ?

 

Tauche mit mir ein in die faszinierende Welt der Hirnprozesse! Mich begeistert dieses Thema restlos und beschäftige mich auch viel im Zuge meines Studiums damit. Hier möchte ich einen kleinen Teil davon mit euch teilen, nämlich folgende Dinge:

 

1. Wie entstanden Gehirne? 

2. Was befindet sich in unserem Gehirn?

3. Was hat die Anzahl an Nervenzellen mit Intelligenz zu tun und wer ist schlauer, Hund oder Katz?

4. Welches Gehirnareal ist besonders wichtig f√ľr Lernen?

 

Diese Podcast-Episode ist einer von mehreren Teilen, wo wir die Grundlage des Lernens erklären, auf die wir in weiterer Folge auch aufbauen und viele weitere Fragen klären werden.

 

Die erwähnte Studie findet ihr hier 

Mein Instagram hier (f√ľr Fragen, Anregungen und Co.)¬†

 

Viel Spaß mit der Folge :-)


PODCAST-FOLGE #7 IN TEXTFORM

Die Biologie hinter dem Lernen

Heute wird es erstmals um ein biologisches Thema gehen, nämlich den Grundlagen der Neurobiologie, um die es zum Teil in meinem Studium geht. 

 

Die Wissenschaft, die Vorg√§nge im Gehirn untersucht, ist die Neurowissenschaft - es gibt da unterschiedliche Ebenen - die¬†Neurobiologie k√ľmmert sich beispielsweise um die molekularen und zellbiologischen Grundlagen. Die¬†Neurophysiologie (und die ist ein Teil der Neurobiologie) untersucht die neuronale Aktivit√§t, also die ‚ÄěSprache der Nerven‚Äú. Eine Ebene dar√ľber befindet sich die¬†kognitive Neurowissenschaft, die sich mit den h√∂heren Leistungen des Gehirns besch√§ftigt.

 

Wozu dienen Gehirn und Nervenzellen √ľberhaupt?¬† Ver√§nderungen der Umwelt und inneren Umgebung eines Organismus werden¬†als Signal aufgenommen, verglichen und verwertet. Lebewesen k√∂nnen miteinander¬†KOMMUNIZIEREN¬†und LERNEN¬†und so ein Ged√§chtnis anlegen.¬†

"Vielleicht der wichtigste Vorteil von einem Gehirn: Lebewesen können Lernen und miteinander Kommunizieren!"

 

 

Die stammesgeschichtliche Entstehung des Gehirns ist spannend - der Prozess startet beim einfachsten Nervensystem (Nesseltiere wie Quallen) zu bereits ausgebildeten Gehirnen, was das von Insekten wie den Fruchtfliegen. Im Laufe der Evolution hat sich das Gehirn immer weiter ausgebildet und bringt den Lebewesen große Vorteile im Leben, wie der schnellen Verarbeitung von Reizen und der gesteigerten Flexibilität und Anpassungsfähigkeit.

 

Um die Prozesse im Gehirn verstehen zu k√∂nnen, schauen wir uns erst mal an, was im Gehirn abgeht und welche Art von Zellen sich im Hirn befinden. Die klassische Nervenzelle wird Neuron genannt und das ist die wichtigste und h√§ufigste Zelle in unserem Gehirn. √úbrigens ‚ÄěINTELLIGENZ‚Äú hat nichts mit der Gr√∂√üe des Gehirns, sondern mit der Anzahl dieser Nervenzellen zu tun. Wir Menschen¬†haben im Vergleich zu anderen Lebewesen sehr viele Neurone. Hunde auch!¬†

 

Hunde haben zum Beispiel doppelt so viele Neurone wie Katzen. Allerdings haben Hunde auch ein größeres Gehirn - deshalb könnte man den Vergleich anzweifeln. Im Zuge dieser Studie haben sie deswegen Hunde auch mit anderen Vertretern ihrer Familie verglichen also zum Beispiel mit einer Hyäne und man hat entdeckt, dass ein Golden Retriever sehr viel mehr Neuronen besitzt als eine Hyäne OBWOHL er ein kleineres Gehirn hat! Spannend, oder? Hier der Link zur Studie 

 

Wieviele Neuronen sind denn √ľberhaupt so im Gehirn?

Das Gehirn einer Fruchtfliege enthält circa 100.000 Neuronen

Ein Golden Retriever hat 627 Millionen Neuronen

Und wir Menschen: 100 000 000 000 (=100 Milliarden)

 

...das sind verr√ľckte, unglaubliche Zahlen!!

 

Eine¬†Nervenzellen (Neuronen) in unserem Gehirn ist aus folgenden Dingen aufgebaut: Nervenforts√§tzen (Dentriten), dem Zellkern (Soma) und dem Axon. Mit den Dendriten wird Informationen aufgenommen mit dem Axon an die n√§chste Zelle weitergeleitet. Die Zellen sind mit Synapsen mit einanderen verbunden. Es herrscht eine unglaubliche Vielfalt an Ebenen und Schichten in unserem Gehirn und vieles ist miteinander Verbunden. Deswegen denken wir wenn wir an Vanille denken, auch gleichzeitig an Pudding oder einen bestimmten Menschen oder Gef√ľhl.¬†

 

 

Es gibt 7 Gehirnabschnitte im Menschen, wie auch im Hund und jeder hat einen Zust√§ndigkeitsbereich. F√ľr LERNEN zust√§ndig ist der¬†HIPPOCAMPUS. Dieser ist die Durchlaufstelle oder der Filter, wo entschieden wird, welche Information ins Langzeitged√§chtnis geschickt wird.¬†

 

Was f√ľr Fragen bleiben noch offen?¬†

-     Wie funktioniert Lernen oder Aneignen von Wissen jetzt genau?

-     Wie verändern sich Nervenzellen und Synapsen im Laufe unseres Lebens?  In welchen Phasen lernen wir besonders gut / besonders schlecht?

-     Wie genau bildet sich ein Langzeitgedächnis aus (Engrammierung)?

-     Wie können wir (und unsere Hunde) uns Dinge besser merken?

 

Diese werden wir im 2. Teil besprechen :-). 

Mit einem Zitat von Jostein Gaarder sage ich Tsch√ľ√ľsss - bis zum n√§chsten Mal.

"WENN DAS GEHIRN SO EINACH W√ĄRE, DASS WIR ES VERSTEHEN K√ĖNNTEN, W√ĄREN WIR ZU DUMM, UM ES ZU BEGREIFEN"


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